Das LVRG ist beschlossen – Garantien sinken, Beiträge steigen

Ab sofort greift der erste Teil des Lebensversicherungs-Reformgesetzes (LVRG), ab dem 1.01.2015 der Zweite… Das hat gravierende Auswirkungen auf Ihre Vorsorge!!

Das LVRG führt u.a. dazu, dass ab dem 1. Januar 2015 der Höchstrechnungszins von 1,75 auf 1,25 Prozent gesenkt wird. Das ist der Wert, mit dem bei klassischen Lebens- und Rentenversicherungen der gebildete Kapitalstock mindestens verzinst wird.

Diese Senkung hat zur Folge, dass auch die Prämien für neu abgeschlossene Berufsunfähigkeits-Verträge erheblich steigen.

Aktuell ist die Rede von einem Anstieg zwischen 7 und 12 Prozent, je nach Anbieter und Tarif.

Was bedeutet das für Sie? Ganz einfach: wenn Sie bisher noch keine Berufsunfähigkeitsvorsorge getroffen haben, wird die finanzielle Hürde immer höher!

Das sagt der Bund der Versicherten über die Notwendigkeit einer privaten BU-Absicherung:

„Die private Absicherung gegen Berufsunfähigkeit ist wichtig, weil die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung unzureichend sind und es zudem schwer ist, diese überhaupt zu erlangen. Schüler, Studenten, Auszubildende, Hausfrauen/-männer und Selbstständige erhalten häufig gar kein Geld. Eine Erwerbsminderungsrente erhalten Arbeitnehmer in der Regel nur, wenn Sie mindestens fünf Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben.

Als volle Erwerbsminderungsrente erhalten Sie aus der gesetzlichen Rentenversicherung rund 32 Prozent Ihres zuletzt erzielten Bruttoeinkommens. Sie wird nur bezahlt, wenn Sie keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen können. Können Sie drei bis sechs Stunden am Tag eine beliebige Arbeit ausüben, steht Ihnen die halbe Erwerbsminderungsrente zu. Sind Sie in der Lage, mehr als sechs Stunden zu arbeiten, bekommen Sie keine Rente. Die Zahlbeträge der Erwerbsminderungsrenten sinken seit 2001 kontinuierlich. Außerdem sind Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie grundsätzlich Steuern auf die Erwerbsunfähigkeitsrente zu entrichten.

42 Prozent aller Frührentner 2012 mussten ihre Arbeit aus psychischen Gründen aufgeben.“

(Quelle: https://www.bundderversicherten.de/Berufsunfaehigkeit)

Des Weiteren wird durch das LVRG die Beteiligung an den Bewertungsreserven auf festverzinsliche Wertpapiere begrenzt. Unternehmen dürfen an ausscheidende Kunden künftig nur noch die Reserven zur Hälfte auskehren, die den sogenannten Sicherungsbedarf übersteigen. Das ist der Betrag, der im jeweils aktuellen Zinsumfeld erforderlich ist, um die zugesagten Leistungen und Garantien zu sichern.

Die Änderungen treten mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft und betreffen etwa 62 der knapp 88 Millionen Lebens- und Rentenversicherungspolicen. Nicht davon berührt sind beispielsweise fondsgebundene Versicherungen oder Risikolebensversicherungen.

Zusammengefasst:

–          Garantiezins für klassische Produkte sinkt

–          Die Beteiligung an den Bewertungsreserven klassischer Produkte wird begrenzt

–          BU-Vorsorge wird erheblich teurer

Sie sehen, es besteht ausreichend Handlungsbedarf! NOCH IN DIESEM JAHR! Kontaktieren Sie daher Ihren Berater: Er ist über diese Gesetzesänderungen ausreichend informiert und bestens in den Bereichen „Fondsgebundene Tarife“ und „BU-Vorsorge“ geschult.

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